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290 km an einem Tag für 13 Löcher - Mission Gold erfolgreich absolviert

08.08.2018

Es ist Samstagmorgen 5:30 Uhr, die Sonne geht auf und das Thermometer zeigt frische 13 Grad. Vor dem Ahorn Hotel in Oberwiesenthal herrscht trotzdem schon rege Betriebsamkeit. Rennräder werden zusammengebaut, Trinkflaschen abgefüllt und Verpflegung in einen Transporter verstaut. In ein paar Minuten heißt es Start frei für 9 Fahrer des Teams Steile Wand. Vor den Jungs liegt ein 16 Stunden langer Tag auf dem Rennrad. Gemeinsam werden sie heute den neu eröffneten 290 km langen und mit 4900 hm gespickten Stoneman Miriquidi Road, eine Rennradtour quer durch das Erzgebirge und den tschechischen Egergraben, fahren. Eine Grenzerfahrung in jeder Hinsicht, wie sich später herausstellen wird.

Bereits nach gut 10 km wartete in Bärenstein der erste 18% steile Anstieg. Spätestens hier war dann auch dem letzten Teilnehmer klar, auf was er sich da eingelassen hatte. Von da an ging es munter bergauf und -ab, von einer Stempelstelle zur nächsten. Ruhige Straßen, schöne Dörfer und herrliche Ausblicke entschädigen dabei für die Strapazen durch die ständige Berg- und Talfahrt.

An der Saigerhütte in Olbernhau passierte dann das was dem Team regelmäßig bei seinen Touren quer durch Deutschland passiert, man trifft auf Meeraner und Radsportfans die mit dem Begriff Steile Wand eine lange Friedensfahrt- und Radsporttradition verbinden. Und natürlich wird man sofort angesprochen. Beim Posieren für ein Gruppenbild vor der Nussknacker-Parade rief uns eine Frau aus dem benachbarten Hotel zu „Ach, die Steile Wand. Da bin ich geboren - direkt an der Steilen Wand in Meerane. Was macht denn Ihr hier?“ Antwort zurück: „Eine 290km lange Radtour durchs Erzgebirge und das Egertal“. Es schallt zurück: „Wir sind zum Wandern hier, 15km. Die Welt ist doch ein Dorf. Wir wünschen Euch eine gute Fahrt“. Und schon ging es für die 9 Pedalieros, wie Sie auf Facebook bezeichnet wurden, weiter in Richtung Zinnwald und Grenze.

Kurz nach Mittag ist dann die Stempelstelle in Zinnwald erreicht und es geht über die Grenze in die Tschechische Republik. Dort werden die Fahrer mit einem sensationellen Blick ins nordböhmische Becken belohnt. Schnell noch ein Foto und weiter nach Zamek Valdstejnu, wo gegen 14:30 Uhr das Mittagessen auf die Fahrer wartet.

Nach einem Teller voller Nudeln hieß es aufsitzen und weiter in Richtung Westen durch den dichten Miriquidi Wald nach Kalek (Kallich), dessen Ortsname vom Kalkbrennen stammt, das hier jahrhundertelang betrieben wurde. Zwischendurch wurde die Fahrt immer wieder durch eine Stempelstelle kurz gestoppt.

Das Finale Grande stand dann pünktlich zum Abendessen, also so gegen 19:30 Uhr auf dem Programm. Nach einem kurzen Anstieg mit 11 % ging es Richtung Klinovec (Keilberg)- die sogenannte und wahrhafte Königsetappe. Ab dem Erholungsort Perstejn (Pürstein) welcher auch als Meran im Egertal bezeichnet wird und die Reste des Schlosses Perstejn beherbergt, ging es dann gnadenlos mit Anstiegen von 8 % bis 12 % bis Horni Halze hinauf. Von dort an verlief es auf ca. 5 km recht flach, bis es dann den vorletzten Anstieg hinauf zum Klinovec (Keilberg) auf 1244 Metern ging.

Der 13. und damit letzte Stempel oben auf dem Fichtelberg wurde zur letzten Grenzprüfung und zu einem Kampf gegen die Uhr. Die Dunkelheit hatte mittlerweile Einzug gehalten und es zählte nun jede Minute, bevor man die Hand vor den Augen nicht mehr sieht. Mit dem bisschen Rest an Helligkeit was die Natur noch zu bieten hatte ging es in Richtung Hotel, wo die 9 goldenen Steine auf alle Fahrer vom Team warteten. Brennende Beine aber glückliche Gesichter – so endet ein irrer Tag auf dem Rad.

Dank eines starken Teams, wo der Zusammenhalt und der Spaß am Radfahren noch vor dem sportlichen Erfolgen steht, haben wir gemeinsam die 290 km durch's Erzgebirge mit über 4900 Höhenmeter absolviert. Darauf sind wir natürlich alle sehr stolz. Ein Zitat auf Facebook von Gregor Meischner bringt es auf den Punkt. Er schreibt „...Ich finde das super, ihr seid über Grenzen gegangen, um Grenzen zu überwinden. Jetzt seid ihr über Grenzen hinaus bekannt und sicher im Moment grenzenlos glücklich.“

EIN GROSSES DANKESCHÖN an unsere 2 Damen im Teamfahrzeug und an unsere Teamsponsoren.

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Stimmen zur Tour

Tim Marienfeld (Mitorganisator): Als ich von dem Stoneman hörte war sofort klar die Runde will ich gemeinsam mit meinen Radsportfreunden vom Team Steile Wand noch in diesem Jahr fahren. Innerhalb von einer Woche hatten sich 8 weitere Mitstreiter und ein Termin gefunden. Es war eine wunderschöne Tour mit abwechslungsreichen Wegen und Strecken die gerade im Team noch viel mehr Spaß machen.


Florian Bodenschatz (Teamfahrer): Ich hatte gedacht meine Kräfte gehen mir gegen Ende der Tour mehr aus, aber selbst an der letzten Steigung habe ich mich noch sehr gut gefühlt. Ich würde die Tour wieder fahren, aber nicht mehr in diesem Jahr.

Dirk Dießel (Teamchef Steile Wand): Ich bin schon den 300 km lange Radklassiker Mailand – Sanremo gefahren. Aber diese Runde ist noch einmal eine ganz andere körperliche Herausforderung. Es geht ständig Berg auf und ab, sodass man sich seine Kräfte gut einteilen muss. Aber die Landschaft und die Streckenwahl entschädigt für alles. Es ist unglaublich, was man alles noch nicht kennt. Beim nächsten Mal würde ich die Runde gern auf 2 Tage aufteilen damit man mehr Zeit zum Genießen hat.

Andre Schlosser (Teamfahrer): Ich bin zum ersten mal 290 km am Stück gefahren. Gerade das Fahren in der Gruppe hat mir dabei sehr geholfen diese Distanz zu überwinden. Bei dieser Tour hat man das Erzgebirge noch einmal ganz neu kennengelernt. Teilweise hat mich die Landschaft sogar an das Alpenvorland erinnert. Eine sehr schöne Tour mit tollen Eindrücken.


https://road.stoneman-miriquidi.com/



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